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Über Götter und die Welt/Call for Applications for the IGDK (5 Positions for Doctoral Students)

Unsere Sicht der Welt in der Antike und heute untersucht ein neues Doktoratskolleg. Grafik: Pixabay/geralt

The University of Graz invites applications for:
up to 5 Positions for Doctoral Students
(35.000/year)
for PhD projects in the fields of Classics, Sociology, Theology and Classical Archaeology within the framework of the International Research Training Group (IGDK) “Resonant Self–World Relations in Ancient and Modern Socio-Religious Practices” directed by Prof. Dr. Wolfgang Spickermann and Prof. Dr. Irmtraud Fischer (Graz) and Prof. Dr. Jörg Rüpke and Prof. Dr. Hartmut Rosa (Erfurt). The scholarships start on 1 October 2017 for a period of 24 months with the option of extension for a further 12 months pending review.
The project is a cooperation between the Max-Weber-Kolleg at the University of Erfurt and the University of Graz. Participants are required to spend one academic year at the cooperating university in the second year of their term.

Call for Applications for the IGDK

Euraxess - Researches in Motion

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Die Universitäten Graz und Erfurt starten internationales Doktoratskolleg zu sozio-religiösen Praktiken in Antike und Gegenwart

Warum stellten in der Antike Menschen marmorne Körperteile vor Götterbildern auf? Oder hielten Bankette mit Verstorbenen ab? Warum platzieren wir heute in Andenken an jugendliche Opfer Teddybären an der Unfallstelle? Warum heiraten atheistische Paare in Marienkapellen? Ein neues Graduiertenkolleg in Erfurt und Graz soll die Hintergründe dieser rätselhaften Praktiken entschlüsseln und unsere eigene Beziehung zu Natur, Menschen und religiösen Vorstellungen aufklären. Der Österreichische Wissenschaftsfonds FWF sicherte dieser Tage die Förderung zu, damit kann das Vorhaben am 1. April 2017 starten.
„Unsere resonanten Weltbeziehungen, also die Art, wie wir auf unser Umfeld reagieren, sagt viel über unsere Kultur aus“, erklärt Althistoriker Wolfgang Spickermann, der Sprecher des Doktoratskollegs in Graz. Der Vergleich von Gegenwart und Antike soll einerseits dazu beitragen, aktuelle Praktiken aus der Geschichte heraus zu verstehen, andererseits seltsam anmutende Rituale der vergangenen Zeit rekonstruieren helfen. Von der interdisziplinären Zusammenarbeit – an der Uni Graz sind die Geisteswissenschaftliche, die Katholisch-Theologische sowie die Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät beteiligt – erwarten sich die ForscherInnen besonders innovative Ergebnisse. „Dadurch, dass wir Rituale gestern und heute in den Blick nehmen, kann die allzu leichtfertige Sichtweise auf Fremdheit als Ausfluss eines polytheistischen Weltbilds vermieden und die fremde Kultur in ihrer Eigenart ernst genommen werden“, schildert Spickermann ein wesentliches Anliegen.
Das Graduiertenkolleg „Resonante Weltbeziehungen in sozio-religiösen Praktiken der Antike und Gegenwart“ wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und vom FWF finanziert, die Uni Graz ist darin Partnerin des Max-Weber-Kollegs der Universität Erfurt, das das Projekt leitet. Ab Oktober werden insgesamt 24 DissertantInnen an den beiden Institutionen ihre Arbeit beginnen, nach einem Jahr tauschen sie für zwei Semester ihre Arbeitsplätze.

Homepage des Doktoratskollegs mit Showcases


Erstellt von Dagmar Eklaude

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